BELEUCHTUNG

BELEUCHTUNG

Ursprünglich sollten 87 Glasfenster das Innere der Kathedrale erhellen: 7 in der Kapelle der Dreifaltigkeit, 8 in der Königskapelle, 16 im Hauptschiff und 16 in den Seitenschiffen, 4 in jeder Apsis-Kapelle und 36 in den Kapellen der Seitenschiffe. Jedoch gibt es heutzutage insgesamt nur 59. Die Kapellen der Seitenschiffe weisen alle die Umrisse von jeweils fünf Fenstern auf, wobei zwei von ihnen ohne Möglichkeit des Lichteinfalls sind, da sie sich in den Seitenwänden befinden. Die übrigen Fenster der Kapellen sind fast vollständig von den monumentalen Barockaltären verdeckt, die bis zum Maßwerk reichen.

Hinsichtlich der Rosettenfenster sollte die Kathedrale von sieben Rosetten erhellt werden, wobei sich eines an der Rückwand der Apsis, ein weiteres an deren Eingang, zwei in den Seitenschiffen und drei in der Hauptfassade befinden sollten. Heutzutage gibt es jedoch nur fünf dieser sieben Rosetten, da beim Umbau durch Peyronnet beschlossen wurde, die beiden seitlichen Rosettenfenster der Hauptfassade zuzumauern.

Die künstliche Beleuchtung verdient auch besonderer Erwähnung. Die Kathedrale wird von fünf Kronleuchtern erhellt, wovon sich einer im Mittelschiff und vier in den Seitenschiffen befinden, sowie von den im frühen zwanzigsten Jahrhunderts von Gaudí entworfenen vierzehn Petroleumlampen auf den Säulen der Kirche sowie den Kronleuchtern und Lampen in der Königskapelle.

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LICHTPHÄNOMENE 

Das Lichtspiel der Acht

Diese magische Phänomen tritt nur zweimal im Jahr an zwei symbolischen Daten auf: am 2. Tag des 2. Monats, dem Fest der Lichtmeß und am 11. des 11. Monats, an Sankt Martin. An diesen beiden Tagen ereignet sich ab 8 Uhr morgens ein einzigartiges Lichtspiel.

Das Licht der aufgehenden Sonne durchdringt die große Rosette der Kathedrale und projiziert deren Spiegelbild auf der gegenüberliegenden Wand genau unterhalb der Rosette der Hauptfassade, sodass sich für einen kurzen Zeitraum eine auf der anderen spiegelt und eine zweite Rosette formt, eine aus Glas und die andere aus Licht. Dies erzeugt das als "Lichtspiel der Acht" bekannte Phänomen, da eine "Acht des Lichts" entsteht, eine in der Symbolik der christlichen Tradition sehr bedeutungsträchtige Zahl. Durch Zugabe eines weiteren Tages zu den sieben Kalendertagen der Woche verliehen die alten christlichen Autoren diesem "achten Tag" die Kategorie einer Zeit jenseits der Zeit, die Zeit der Ewigkeit, des Himmels. Die 14 Säulen im Innern der Kathedrale von Mallorca sind auch achteckig .

Dieses außergewöhnliche Phänomen zieht Jahr für Jahr eine wachsende Zahl von Besuchern an, die diesem Lichtspiel der Acht beiwohnen wollen.

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Das Lichtspiel der Wintersonnenwende

Ungefähr an zwanzig Tagen rund um die Wintersonnenwende kann man den Sonnenaufgang durch die beiden Rosetten, die große Rosette und die Rosette der Hauptfassade beobachten, die dann eine Art Kaleidoskop erzeugen.

Es war die Societat Balear de Matemàtiques (Mathematikgesellschaft der Balearen) die dieses Phänomen entdeckte und nun jedes Jahr die Öffentlichkeit in das Baluard-Museum einlädt, von dessen Terrassen man dieses Phänomen beobachten kann. Laut den Mitgliedern dieser Gesellschaft Daniel Ruiz Aguilera und Josep Lluís Pol Llompart wurde dieser Effekt im Jahr 2007 von dem Stiftsherrn Teodor Suau entdeckt, der beobachtete, dass die Projektion der Hauptrosette auf die Rosette der Hauptfassade während dieser Tage vollkommen ist.

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